
„Nachdem frühere Untersuchungen bereits einen erheblichen Nutzen für die Gesundheit durch 2,5 Stunden körperliche Aktivität pro Woche belegt haben, sind diese neueren Daten auch für weniger willensstarke Menschen eine gute Nachricht, kommentiert Professor Hans-Christoph Diener (Essen) für die Deutsche Gesellschaft für Neurologie das Ergebnis. „Wer sich aufrafft, wird belohnt und senkt damit sein Risiko sowohl für einen Schlaganfall, als auch für Herzkrankheiten, Krebs und Diabetes.
Für die Untersuchung wurden die Teilnehmer nach der Dauer und Intensität ihrer körperlichen Aktivität befragt. Anschließend teilte man sie anhand dieser Angaben in fünf Gruppen ein: inaktive Menschen, die sich in ihrer Freizeit überhaupt nicht bewegten, und solche mit niedriger, mittlerer, hoher oder sehr hoher körperlicher Aktivität. Im Schnitt verfolgten die Wissenschaftler acht Jahre lang den Gesundheitszustand der Studienteilnehmer und verglichen, wie viele Menschen in den fünf Gruppen gestorben waren.
So war die Sterberate der Gruppe mit geringer Aktivität - Teilnehmer hatten sich durchschnittlich nur 92 Minuten pro Woche/ oder 15 Minuten am Tag bewegt - um 14 Prozent geringer als die der Inaktiven. Zudem hatten sie – umgerechnet auf ein Alter von 30 Jahren – eine im Schnitt um drei Jahre höhere Lebenserwartung. Ferner stellten die Forscher fest, dass bereits das Mindestmaß an Bewegung von einer Viertelstunde täglich die Wahrscheinlichkeit für Krebs (minus 10 Prozent), Gefäßerkrankungen (minus 19 Prozent), Herzleiden (minus 25 Prozent), Schlaganfälle (minus 12 Prozent) und Diabetes (minus 11 Prozent) verringere.
Die Studie bestätigte auch frühere Erkenntnisse, nach denen das Krankheitsrisiko weiter sinke, je mehr man sich bewegt: Die Gesamtsterblichkeit nahm mit jeder weiteren Viertelstunde täglicher Bewegung um vier Prozent, die Krebssterblichkeit um ein Prozent ab. Und alle Teilnehmergruppen profitierten gleichermaßen, sowohl Männer wie Frauen, Jüngere wie Ältere, Gesunde ebenso wie Kranke, Übergewichtige, Raucher, Trinker oder Menschen mit einem erhöhten Risiko für Gefäßleiden.
Auch wenn sich die in dem asiatischen Land gewonnen Erkenntnisse vielleicht nicht in vollem Umfang auf deutsche Verhältnisse übertragen lassen, seien sie doch ein großer Anreiz, den „inneren Schweinhund“ zu überwinden.
Gemeinsame Pressemeldung der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) http://www.dgn.org/component/content/article/23/1889-pressemitteilung-23122011.html
http://www.up-aktuell.de/news/2012/01/15-minuten-fur-ein-langeres-leben-17038.html
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